Grippewelle vorbeugen: Influenza bewusst abwehren

Grippewelle vorbeugen: Influenza bewusst abwehren

Fast jedes Jahr infizieren sich 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung mit der Grippe. Die Grippe wird auch Influenza genannt. Die Erkrankung wird oft unterschätzt und mit einem banalen Infekt von Mund, Nase und Hals verwechselt.

Ein gestärktes Immunsystem und ausreichende Hygiene kann viele Menschen vor einem Krankenhausaufenthalt oder dem Tod bewahren.

Wie lange dauert die Influenza?

Influenza oder grippaler Infekt? Manchmal ist es gar nicht einfach, die beiden Krankheiten zu unterscheiden. Nicht jede Influenza hat einen schweren Verlauf und jede Erkältung kann durchaus heftig ausfallen.

Dennoch gibt es typische Merkmale, mit denen sich die beiden Erkrankungen voneinander unterscheiden. Die Grippezeit ist meist in den Monaten Oktober und November. Vermutlich weil sich hier auch die Temperaturen ändern und das menschliche Immunsystem geschwächt ist.

Welche Symptome und Krankheitszeichen gibt es bei der Influenza?

Die Influenza, umgangssprachlich auch unter der Bezeichnung Grippe bekannt, ist eine Erkrankung des gesamten Körpers.

Die Influenza Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit dauert oft nur ein bis drei Tage.

Typisch für die Grippe ist, dass die Influenza Symptome sehr heftig und unverhofft einsetzen

  • Halsschmerzen
  • Plötzlich auftretender Schüttelfrost
  • Hohes Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Husten
  • Heiserkeit
  • Schweißausbruch
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit

Was genau ist die Influenza und Influenza-Viren?

Influenza-Viren sind mittelgroße Viren, die entsprechend ihrem Aufbau in drei Typen, Influenza A Virus, Influenza B und Influenza C eingeteilt werden.

Während die Influenza C Viren für den Menschen keine Bedeutung haben, sind die Influenza A Viren für die schweren Grippe Symptome hauptverantwortlich und sind auch Auslöser von kleineren und größeren Epidemien.

Zwar können die Influenza B Viren auch zu einer Epidemiewelle führen, trotzdem verläuft die Erkrankung meist leicht bis mittelschwer.

Was ist das Coronavirus?

Die Coronaviren bilden eine große Familie an Viren. Sie sind Auslöser von leichten Verkühlungen bis hin zu wirklich schweren Pneumonien.

Zu der großen Familie der Coronaviren gehören das MERS-Coronavirus, das SARS-Coronavirus und ganz aktuell das Coronavirus 2019-nCoV, welches bis 2020 noch nie bei einem Menschen nachgewiesen wurde.

Die Viren können von Tieren auf die Menschen übertragen werden, doch die häufigste Ansteckung erfolgt über die Mensch-zu-Mensch-Übertragung.

Zu den schwerwiegenden Komplikationen der echten Grippe zählen

  • Herz-Kreislaufprobleme
  • Lungenentzündung
  • Verschlechterung einer vorhandenen Erkrankungen
  • Tod

Das Robert Koch Institut arbeitet bereits an einem Impfstoff. Das medizinische Personal des Institutes ist spezialisiert wenn es zur Ausbreitung von Krankheiten kommt.

Schutz vor dem Influenza Virus

Ein wichtiger Schutz vor der Influenza Erkrankung ist die Impfung. Da für die Grippe drei Virustypen infrage kommen, die laufend ihre Oberfläche verändern, werden die Viren oft vom Immunsystem nicht erkannt.

Deshalb wird der Impfstoff jedes Jahr neu an den gerade kursierenden Erreger angepasst. Die Impfung ist für jeden sinnvoll, aber auf jeden Fall impfen lassen sollten sich Menschen ab 50 Jahren, Kinder, Schwangere, Personen mit Grundleiden, Personen aus Gesundheitsberufen und Personal mit viel Publikumskontakt.

Gefährlich ist dieser Grippevirus besonders bei Bewohnern von Alten oder Pflegeheimen. Ein höheres Risiko besteht daher bei älteren Menschen. Die Grippe Infektion kann oft zum Tod führen. Akuten Atemwegserkrankungen und Lungenentzündung ist speziell bei alten Menschen gefährlich.

Was kann man gegen die “echte” Grippe tun?

Klingt banal, ist aber die beste Prophylaxe: Den Kontakt mit dem Influenza Virus vermeiden. Personen sind bereits ein bis zwei Tage bevor die Erkrankung ausbricht und dann noch ungefähr eine Woche ansteckend.

Für die Ansteckung genügen schon wenige Viren, wie zum Beispiel beim Hände geben. Die Grippeviren werden durch das Husten und Niesen verteilt und bleiben an den Gegenständen hängen.

Durch den Kontakt mit diesen Gegenständen, zum Beispiel Türgriffe, Haltegurte, Tastaturen, ganz egal, ob im Büro, Bus, Bahn, Schulen, Ämtern oder in Gastronomiebetrieben, die Erreger werden auf die nächsten Personen übertragen.

Nicht nur Zuhause, sondern überall wo sich viele Menschen treffen ist es wichtig, die Räume gut zu lüften. Wird drei- bis viermal täglich gelüftet, werden die Erreger in der Luft verringert.

Wichtige vorbeugende Maßnahmen sind auch viel Obst und Gemüse essen, Füße warm halten, Saunieren, viel Bewegung, Wechselduschen – kurz gesagt, all das, was das Immunsystem stimuliert und aktiviert.

Händedesinfektion – ist das notwendig?

Hände waschen und desinfizieren ist tatsächlich eine der besten vorbeugenden Maßnahmen gegen die echte Grippe.

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Das gilt für die eigenen Wände genauso, wie für Gastronomiebetriebe, Hotels, Pensionen oder sonstige Einrichtungen, in denen viele Menschen anzutreffen sind und sich im wahrsten Sinne des Wortes die Türklinke in die Hand geben.

Schon Händewaschen mit Seife ist eine gute Methode, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Der Ratschlag unserer Großmütter, gleich nach dem Betreten des Raumes, vor dem Essen und nach dem Toilettenbesuch die Hände gründlich reinigen, ist aktueller denn je. Es gibt sogar Wissenschaftler, die behaupten, wer sich zehnmal am Tag die Hände wäscht, übersteht den Winter ohne an Viren zu erkranken.

Falsch Hände waschen – geht das?

Ja, das geht. Nur die Hände kurz unter das fließende Wasser halten, reicht nicht aus. Der Schmutz verschwindet vielleicht, nicht aber die Erreger.

Für eine sinnvolle Händehygiene ist es wichtig, nicht nur die Handflächen, sondern auch  die Fingerzwischenräume, die Handgelenke und die Fingernägel mit Wasser und Flüssigseife zu reinigen. Empfohlen werden kontaktlose Seifenspender, um einer Kontaminierung vorzubeugen. 

Was kann ich als Gastronom oder als Besitzer von öffentlichen Betrieben zur Vorbeugung von Viruserkrankungen tun?

Im privaten Haushalt sind Desinfektionsmittel normalerweise nicht erforderlich, außer ein Familienmitglied ist an Noro- oder Rotaviren erkrankt.

In öffentlichen Gebäuden, Gastronomiebetrieben oder Veranstaltungsräumen sind Desinfektionsmittel sinnvoll. Wichtig ist, mehrere Desinfektionsmittelspender aufzustellen.

Üblicherweise befinden sich diese im Eingangs- und Küchenbereich, in der Nähe des Buffets oder Salatbar und selbstverständlich auf den Toiletten.


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