Ist ein wasserloses Urinal wirklich geruchlos & Kosten sparend? Wir klären auf!

Ist ein wasserloses Urinal wirklich geruchlos & Kosten sparend? Wir klären auf!

Umweltfreundlich, hygienisch, kostensparend – ein wasserloses Urinal (auch: Pissoir) besitzt viele Vorteile und trägt ganz praktisch zu Ressourcenschonung und Umweltschutz bei.

Wie genau das funktioniert, ist allerdings immer wieder Gegenstand von Spekulationen und ungläubigen Mutmaßungen. Für uns Grund genug, die Funktionsweise der wasserlosen Steh-Toilette noch einmal genau zu erklären und auf ein paar Besonderheiten einzugehen.

Wie genau funktioniert ein wasserloses Urinal?

Urinale kennen viele Menschen eher aus öffentlichen Bereichen wie Tankstellen, Bahnhöfen, Hotels, Restaurants usw. Zunehmend finden sie aber auch im privaten Bereich Verwendung. In der ursprünglichen Variante handelte es sich um eine an die Wand montierte Steh-Toilette mit Wasseranschluss.

Führt man sich die Funktionsweise eines klassischen Urinals vor Augen, muss der Eindruck entstehen: Das kann doch nicht gutgehen. Dabei vergessen die meisten Skeptiker, dass die Bau- und Funktionsweise natürlich an den wasserlosen Betrieb angepasst werden muss und ein wasserloses Urinal deshalb auch nur optisch einem klassischen Pissoir ähnelt.

In der Regel bestehen wasserlose Varianten aus sehr glatten Materialien wie:

  • hochwertiger Sanitärkeramik,
  • faserverstärktem Zement,
  • Hightech-Kunststoffen oder
  • Edelstahl.

Zum Teil werden diese Materialien zusätzlich versiegelt.

Der Effekt: Eine praktisch porenfreie, extrem glatte Oberfläche mit Lotus-Effekt, an der Urin einfach abperlt. Da Trockenurinale in der Regel ohne Rand gefertigt werden, kann sich auch hier nichts absetzen – das Pissoir bleibt trotz Benutzung hygienisch sauber.

Um Gerüche zu vermeiden, setzen die Hersteller auf zwei unterschiedliche Systeme:

  1. Den mechanischen oder
  2. einen chemischen Geruchsverschluss.

Mechanischer vs. chemischer Geruchsverschluss

Ein wasserloses Urinal mit Sperrflüssigkeit nutzt die Grundsätze der Chemie, um Geruchsentwicklung zu vermeiden. Zum Einsatz gelangt eine Sperrflüssigkeit in Kombination mit einem Siphon. Der Siphon ist mit Wasser und der Flüssigkeit gefüllt. Trifft Urin darauf, sinkt er durch den sperrenden Schutzfilm hindurch in den Abfluss – die Sperrflüssigkeit schwimmt weiterhin oben und verhindert das Entweichen von Gerüchen.

Bei den mechanischen Geruchsverschlüssen unterscheidet man grundsätzlich zwischen einer Geruchsverschlussmembran und einer Lösung mit Schwimmer. Die Schwimmer-Lösung erinnert an den chemischen Geruchsverschluss: Ein flüssigkeitsgefüllter Behälter wird mit einem Schwimmer nach oben abgedichtet. Auftreffender Urin drückt den Schwimmer nieder und kann so abfließen.

Als eleganteste und am wenigstens aufwändige Variante gilt die Geruchsverschlussmembran. Das Membran-Ventil in der Abflussöffnung öffnet sich, sobald Urin auftrifft. Kommt keine Flüssigkeit nach, schließt sie sich automatisch wieder. Die Membran selbst gilt sowohl als geruchsdicht als auch als druckresistent, kann also sowohl Ober- als auch Unterdruck ausgleichen.

 

Folgekosten: Kosten sparen von der Anschaffung bis zur Reinigung

Kosten sparen lässt sich beim Trockenpissoir von der Anschaffung und Installation bis hin zur Reinigung und Pflege. Da diese Toiletten weder eine Wasserspülung noch eine Elektrik benötigen, können sie sehr einfach, schnell und günstig eingebaut werden.

Im Betrieb erweisen sie sich nicht nur als geruchlos, sondern auch als sehr günstig. Da kein Wasser zum Einsatz gelangt, fallen auch keine Wasser- und Abwasserkosten an – normale Urinale verbrauchen bis zu drei Liter Wasser pro Spülgang. Auch Stromkosten entfallen, sofern ein wasserloses Urinal nicht über einen LED-Bildschirm verfügt.

Lediglich für das Nachfüllen der Sperrflüssigkeit bzw. für die regelmäßige Wartung von Schwimmer oder Sperrmembran fallen (geringe) Kosten an.

Ein Beispiel: Ein Liter Sperrflüssigkeit kostet je nach Anbieter zwischen 20 und 130 Euro und ist extrem ergiebig. Bei der Reinigung ist zu beachten, dass diese mit einem vom Hersteller empfohlenen Reiniger erfolgt. Wasser darf dabei nicht zum Einsatz gelangen – auf diese Weise könnte Urinstein entstehen.

Lesen Sie 5 weitere Vorteile die Sie über das wasserlose Pissoir wissen sollten.

 

Wasserloses Pissoir und Zubehör vom Top Hersteller

Tophersteller wie Urimat oder Franke bieten mittlerweile eine breite Produktpalette rund um das Trockenurinal an. Das Portfolio der Schweizer Urimat AG umfasst klassisch-schlichte Modelle in glänzendem Weiß ebenso wie farbige Designmodelle oder Urinale mit Videodisplay.

Letztere eignen sich perfekt als Werbefläche und können damit sogar zusätzliche Einnahmen generieren. Auch Franke Systems, weltweit führender Anbieter hochwertiger und intelligenter Sanitätsysteme, stammt aus der Schweiz. Typisch für Franke ist die Verbindung von hochwertigem Edelstahl in unterschiedlichen Oberflächengestaltungen mit zeitgemäßem Design.

Übrigens: In Sachen Zubehör besonders gefragt sind die Entwicklungen von ECO Bug. Besonders bekannt ist die Marke für das ECO Bug Urinal Cap, aber auch für Pissoir-Siebe, die das Verstopfen des Abflusses z.B. durch Zigaretten oder Kaugummis verhindern sollen.

Klartext: Deshalb überzeugt das wasserlose Pissoir

Das Trockenpissoirs immer beliebter werden, hat nicht nur ökologische sondern auch handfeste ökonomische Gründe.

Diese Vorteile sprechen dafür:

  • einfache und kostengünstige Installation, da keine Spülung benötigt wird
  • kostengünstiger Betrieb, da keine Wasser-/Abwasserkosten anfallen und kein Urinstein entsteht
  • kaum Wartungsgebühren, da Verstopfungen aufgrund von Sieben unwahrscheinlich sind
  • geruchlos und ökologisch unbedenklich
  • einfache Reinigung und geringe Pflege- und Folgekosten
  • sehr wartungsarm, vor allem bei Modelle komplett ohne Elektronik.

Bei den Herstellern der Urinale und des Zubehör handelt es sich um bekannte Topmarken, die mit hoher Qualität ebenso überzeugen wie mit großer Produktauswahl und Produktvielfalt.


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